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Bürgervorschläge der Aktion „Grüne Welle“ an Stadtverwaltung übergeben

Letztes Jahr initiierten die PIRATEN Jena unter dem Titel „Grüne Welle für Jena – Intelligente Verkehrskonzepte gefragt“ eine Aktion, bei der Bürger Vorschläge zur Verkehrssituation in Jena einreichen konnten. Sie wollten wissen, wo wiederholt unangenehme Erfahrungen mit kritischen, ärgerlichen oder sogar gefährlichen Verkehrssituationen gemacht wurden – als Fußgänger, Auto- oder Radfahrer.

Mehr als 50 Vorschläge und Anmerkungen kamen zusammen. Sie wurden gesammelt und die Orte in eine Google-Map eingetragen:

http://bit.ly/gruenewellejena

Schwerpunkte waren nicht optimierte Ampelschaltungen, aber auch Gefährdungen für Fußgänger und Radfahrer. Ein Problem sahen viele in Ampeln, die auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen unnötig in Betrieb sind und damit zu Lärmbelästigung durch den stoppenden und anfahrenden Verkehr führen. Einige Hinweise betrafen auch Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fußgängerüberwege vor Schulen. Die an vielen Stellen der Stadt nicht klar erkennbare Radwegeführung und fehlende Radwege betrachten andere Bürger als kritikwürdig.

Am 30. Juli wurden nun die Ergebnisse in einem konstruktiven Gespräch mit dem Stadtentwicklungsdezernenten Denis Peisker der Stadtverwaltung übergeben. Dabei äußerten Frank Cebulla und Clemens Beckstein die Hoffnung, dass die Stadt die Anmerkungen der Bürger aufnehmen, gewissenhaft prüfen und wenn möglich schnell umsetzen wird. Die gegenwärtig laufende Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes wäre dafür eine gute Gelegenheit.

Die PIRATEN Jena wollten mit dieser Aktion zudem deutlich machen, dass Bürgerbeteiligung nicht immer viel Geld verschlingen muss und oft ohne großen Aufwand – im Fall der Aktion „Grüne Welle“ praktisch sogar kostenlos – realisiert werden kann. Wie die Beteiligung an der Aktion gezeigt hat, sind die Bürger unserer Stadt sehr dankbar, wenn ihre Meinung gefragt ist und Vorschläge und Kritik ernstgenommen werden.

„Die ganz verschiedenen Hinweise zeigen einen grundsätzlichen Bedarf an einem interaktiven Anliegen- und Beschwerdenmanagement“, meint Frank Cebulla, der Organisator der Aktion. „Im Idealfall könnte soetwas als interaktiver Stadtplan realisiert werden, damit man unkompliziert seine Meldung verorten kann.“

Städte wie Rostock, Friedrichshafen, Gelsenkirchen und Göttingen haben dies bereits umgesetzt. Warum nicht auch die Lichtstadt Jena?

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